LIEBE ZUR PARTNERSCHAFT: Trommeltag

Trommeltag 2017 komp

„Trommeltag“ 16.09.2017, Wien 21

Ich beobachte ihn, wie er mit seinen Händen rhythmisch auf seiner UR-TON® Trommel schlägt. Manche Rhythmen fallen ihm leichter als andere. Manchmal stolpern seine Hände aus dem Takt, dann besinnt er sich wieder und beginnt wieder von vorne. Er merkt meinen Blick und lächelt. Mein Herz strahlt vor Liebe für ihn. Ich lächle breit zurück.

Mein Schatz und ich sitzen mit einem weiteren Pärchen, zwei Damen und Edith, unserer Kursleiterin im Kreis und trommeln, was die Trommel aushält. Die Energie wirbelt durch den Raum, alles vibriert, sogar das Haus, das die Kursräume beherbergt, schwingt freudig mit.

Für langjährige Lebenspartnerschaften, wie die meine, ist ein gemeinsamer Kurs immer wieder eine Bereicherung. Gemeinsam etwas Neues lernen finde ich sehr fördernd für jede Beziehung. Es stärkt das Band zwischen den Partnern und führt zu intensiven gemeinsamen Erlebnissen. Man sieht seinen Partner oder seine Partnerin vielleicht in einem neuen Licht und lernt Neues über ihn/über sie.

Wir beide hatten einen tollen „Trommeltag“ und tauschten uns danach darüber aus, was uns leicht und was uns schwer gefallen ist. So lernten wir uns auch nach den vielen gemeinsamen Jahren noch besser kennen. Wieder ein Erlebnis mehr, von dem wir gemeinsam zehren und uns immer wieder dran erinnern können.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

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LIEBE ZUR NATUR: Wein und Wald

 

Süße, pralle, reife Trauben hängen von den Reben der Weinstöcke herab. Das ist pures Leben. Die Sonnenanbeter hängen dicht an dicht und warten auf die erfahrene Hand des Winzers, um endlich zu ihrer Bestimmung zu gelangen. Obwohl ich keine besondere Weintrinkerin bin, lockt mich doch hin und wieder, eine Spätlese oder auch eine Beerenauslese zu genießen. Die klassischen beliebten trockenen Weine liegen mir gar nicht. Hier bin ich wirklich eine Süße, auch beim Bier.

Die wunderbaren Trauben machen mir Lust, sie zu vernaschen. Doch bevorzuge ich die kernarmen Esstrauben. Da habe ich dann immer das Bild vor Augen, wo die römischen Kaiser auf ihren Bänken liegen und sich die verehrten Trauben von den Dienerinnen in den Mund gehalten zu bekommen, damit sie nicht mal dafür einen Finger krumm machen müssen. Der Wein wurde ja damals mit Wasser verdünnt getrunken, heute würde man „gepanscht“ dazu sagen. Im alten Griechenland und Rom war das so Sitte. Je nachdem, wie die Stimmungslage auf dem Fest war, wurde das Verhältnis Wein zu Wasser entweder zu Gunsten des vergorenen Traubensafts oder des Wassers verändert.

Zurück in die Wachau, wo diese Fotos entstanden sind.

Mein geliebter Schatz und ich haben es uns zur Tradition gemacht, den Herbst mit einer Wachau-Wanderung einzuläuten. Bisher immer den Welterbe-Steig von Dürnstein nach Krems. Diesmal aber wollten wir eine neue Strecke ausprobieren.

10,5 km durch Weinberge und durch Wald von Kirchenplatz in Spitz über das bekannte „Rote Tor“ zum Marktplatz von Weißenkirchen. Wir starten bei der Bus-Station Spitz-Rollfähre. Dort gehen wir erst den Schildern „Rotes Tor“ und „Kirchenplatz“ folgend bis zur Kirche, wo diese Etappe des Welterbe-Steigs beginnt. Anfangs geht es durch dichte Weinberge ca. 15 min hinauf zum „Roten Tor“, einem Überbleibsel der Markbefestigung, von wo wir einen tollen Ausblick über die Gegend hatten. Dann geht es erst recht steil bergab in den Wald, bis es bei einer Kreuzung und in langen Kehren den Berg hinauf geht. Oben angekommen geht es dann wieder ein Stück ins Tal, bevor der Weg links über eine kurze Kuppe auf schmalem Pfad quer durch den Wald mehr oder weniger auf gleicher Höhe weiter geht. Das war das beste Stück dieser Etappe. Später kommen auch immer wieder herrliche Ausblicke auf die Donau und die nahe Umgebung. Bei einer Wiese kann man Richtung St. Michael abzweigen (ca. 20 min). Wir aber folgten dem Weg weiter Richtung Weißenkirchen. Nach einer Weile gelangt man auf eine breite Straße, die zuerst auf etwa gleicher Höhe mit dem Pfad und dann steiler bergab geht. Etwas versteckt hinter Holzstapeln geht nach ein paar Minuten eine Abzweigung steil bergauf in den Wald. Nachdem wir diesen doch längeren Anstieg bewältigt haben und den Wald in einer langen Kurve verlassen, kommen wir auf einer Anhöhe wieder in die Weinberge mit ihren vor Leben überquellenden Weinstöcken. Ab da geht es dann stetig bergab, bis wir die Ausläufer von Weißenkirchen erreichen. Ein paar Minuten später erreichen wir den Marktplatz, wo diese Etappe offiziell endet. Insgesamt waren wir inkl. zwei kurzen Pausen in 3. 15 h in Weißenkirchen. Eine gute Grundkondition ist für die beiden steilen, längeren Teilstücke unbedingt erforderlich.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare Woche und danke fürs Lesen!

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 2

Aussicht Schoberstein 2017

Aussicht vom Schoberstein (1037 m)

Mittwoch (Fortsetzung von Teil 1): Kurze, aber nette Wanderung entlang des Märchenwanderwegs in Unterach (Parkplatz etwa 2 km eine steile Straße hinauf (beschildert). Dann von dort weiter dieser Straße bis zum nächsten Hof folgend. Dort geht es bei einem Zwerg nach rechts in den Wald. Der Weg kann auch mit dem Kinderwagen befahren werden. Besonders für Familien mit Kindern geeignet. Unterwegs sind einige der bekanntesten Märchen mit Figuren und Requisiten nachgestellt und einige Zwerge gibt es auch zu entdecken samt Abenteuerspielplatz etc. Dauer hin und zurück ca. 1. Stunde. Teilweise steile Abschnitte.

Donnerstag:  Zuerst Fahrt nach St. Gilgen und kurze, aber sehr anstrengende Wanderung zum Berggasthof auf der Weisswand, einem Aussichtsberg mit wunderschönem Blick auf den Ort und den Wolfgangssee. 2 Wege sind möglich. Beide sind sehr steil und führen bis auf das erste Stück auf dem gleichen Weg hoch. Wir sind den „Gehweg“ gegangen. Dieser führt, wie auch der andere, erst eine immer steiler werdende Straße hinauf, dann über einen schmalen Pfad durch einen Wald hinauf. Nach dem Waldstück führt er wieder gemeinsam mit dem Hauptweg sehr steil und fast ohne Kehren auf breitem, gerölligem Weg hinauf zum Gasthof. Der Aufstieg lohnt sich dennoch, denn die Aussicht ist herrlich. Aufstieg/Abstieg je ca. 30 min. Unser Abstieg verlief dann entlang des Hauptwegs, der nicht durch den Wald, sondern auf einer steilen Straße hinunter. Diese führt an einem Bauernhof vorbei, wo seltene (alte) Hühner- und Rinderrassen gezüchtet werden. Sehr interessant für eine Biologin. 🙂

Wanderung entlang des Dr. Viktor Kaplan/2-Seen-Weges von Unterach am Attersee (Seebad) aus. Wir nahmen als bekennende Querdenker den umgekehrten Verlauf des Wegs. Zuerst entlang einer Promenade entlang eines Bachs (teilweise durch Wald) Richtung Mondsee. Dort biegt der Weg nach rechts ab und führt anfangs noch recht angenehm, später steil zum dortigen Wald. Dann verläuft dieser durch den Wald hindurch, später auch am ehemaligen Wohnhaus des großen österreichischen Erfinders u. a. der Kaplanturbine Dr. Viktor Kaplan vorbei. Hier besteht auch die Möglichkeit das Mausoleum von Dr. Viktor Kaplan zu besuchen. Aufgrund des extrem schlechten Wetters zu diesem Zeitpunkt haben wir das nicht getan. Entlang des Weges kann man immer wieder auf Tafeln über Wasserkraft, Energie und das interessante Leben dieses Erfinders lesen. Auch ein paar heimische Pflanzen werden beschrieben. Nach dem Wald geht es dann nach einer Rechtskurve steil bergab ins Tal zurück und weiter zurück zum Ausgangspunkt. Wir haben etwas 2,5 Stunden reiner Gehzeit dafür benötigt. Insgesamt eine schöne Wanderung, die bei den steileren Abschnitten doch ordentlich Kondition braucht, besonders im Regengewand.

Freitag: Viel Regen. Ruhetag. Wir besuchten einen sehr guten Freund meines Vaters samt dessen Familie in Attersee am Attersee.

Samstag: Abwechslungsreiche Wanderung auf den Schoberstein von Weißenbach am Attersee aus. Zuerst geht es durch den Wald auf schmalem Pfad in vielen Kehren in einer wirklich angenehmen Steigung bis auf einen Rücken, von dort weiter hoch bis zu einer Weggabelung. Dort dann links immer felsiger und ausgesetzter, mit wenigen kurzen gesicherten Kletterstellen hinauf auf den Gipfel samt Kreuz. Herrliche Aussicht auf den Attersee und Umgebung. Hinauf dauert es ungefähr 1,5 h. Hinunter auch nicht viel kürzer. Trotz der nicht all zu langen Strecke braucht man doch eine gute Kondition und vor allem Trittsicherheit wegen unzähligen Wurzeln und auch für die kurzen, einfachen Kletterstellen. Ich bin selten so gut auf einen Berg hinaufgekommen. Im Gegensatz zu meinem Schatz, der Steinbock ist, fühle ich mich immer noch im und am Wasser am wohlsten. Eine Gämse werde ich wohl nie werden, schon alleine wegen meinem oft zu forschen Tempo, weswegen ich am liebsten meinem Schatz den Vortritt lasse. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, sollte aber von Anfängern nicht unterschätzt werden. Auch für Familien mit schon etwas älteren Kindern zu schaffen, wenn genügend Pausen gemacht werden. Es gibt immer wieder Tische mit Bänken auf der Strecke.

Sonntag (Heimfahrt): Wanderung auf dem Keltenbaum-Weg. Für Erwachsene und besonders für Kinder gibt es viele interessante Stationen rund um die Kelten zu entdecken und Wissen zu sammeln und auch eigene Erfahrungen zu machen. Leider ging es meinem Schatz zu diesem Zeitpunkt nicht gut, sodass wir uns mehr auf den Weg konzentriert haben. Der Weg ist ein Rundweg und startet beim offenbar recht neuen Parkplatz bei einem Kreisverkehr in St. Georgen im Attergau. Er führt erst durch eine kleine Neubauanlage und dann steiler hinauf in einen Wald. Der größte Teil führt dann entlang dieses schmalen Waldsaums bis man später wieder in eine Ortschaft gelangt. Von da an ist der Weg dann eher schwierig zu finden gewesen. Er führt dann nochmal kurz durch ein Waldstück. Am Ende von diesem steht eine nachgebaute Keltenhütte samt Ofen und Feuerstelle, die man aber nur im Rahmen von Führungen besuchen kann. Hier endet der offizielle Weg. Dann geht es  weiter durch den Ort Richtung Parkplatz zurück.

Auch bei einem ausgewiesen Kraftplatz kamen wir auf dem Keltenbaumweg vorbei. Dort kann man sich auf Bänken niederlassen und die unterschiedlichen Energiequalitäten auf sich wirken lassen.

Wir haben im Laufe der Tage immer wieder Glück gehabt und auch einige Wildtiere zu Gesicht bekommen. Zwei Rehe und ein Fuchs waren die Highlights.

Das Salzkammergut mit seinen vielen, klaren Seen und den wunderschönen Bergen rundherum ist ein Paradies für alle, die Natur genauso lieben wie ich. Natur, Tiere und Spiritualität sind für mich eine meiner größten Kraftquellen. Ich bin so dankbar, dass ich meinen Schatz habe, der meine Liebe zur Natur mit mir so intensiv teilt.

Nur die berühmte Burggrabenklamm, die wir unbedingt sehen wollten, war leider bis auf Weiteres gesperrt. 😦

Ich danke Euch fürs Lesen und wünsche Euch

einen wunderschönen Tag,

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 1

Möwenklo Attersee 2017

Nomen est omen? Interessante Namenswahl… 😀

Der 2. Teil unseres heurigen Sommerurlaubs verbrachten wir im schönen Salzkammergut. Wir mieteten ein Auto in Linz vom „Günther“ (Autovermietung) und fuhren mit unserem braven Leih-KIA erstmal zum schönen Attersee. In der Nähe von Nußdorf bezogen wir unser reserviertes Quartier auf einem Bauernhof.

  • 127264 Schritte in 7 Tagen (davon 1 Ruhetag)
  • täglicher Durchschnitt: 12,95 km
  • Gesamtstrecke: 90,68 km

Montag (Ankunftstag): Spaziergang von St. Gilgen am Wolfgangssee entlang der Uferpromenade über das Ochsenkreuz zum Hochzeitskreuz mit Schwimm- und Sprungeinlage. 🙂 Der See ist sehr erfrischend…

Dienstag: Wanderung zum Schwarzensee, Startpunkt: Strobl am Wolfgangssee entlang der herrlich, teilweise auf Holzstegen angelegten Uferpomenade fast bis nach St. Wolfgang. Wir folgen dann den Schildern bei der großen Weggabelung nach rechts (links: St. Wolfgang) Richtung Wirersteig. Dieser Steig ist nicht umsonst schwarz gekennzeichnet. Er ist zwar technisch einfach und auch nicht sonderlich lang (1 h ab erwähnter Weggabelung), aber konditionell aufgrund der 420(!) Stufen (Metallstiegen) sehr anstrengend. Nach einer Pause am Schwarzensee folgten wir den Hinweisen zum Almweg, um diesen längeren (1.30 h bis Weggabelung), aber einfachen Weg wieder zurück ins Tal. Nachdem wir den gleichen Weg entlang der Uferpromenade wieder zurück genommen hatten, erreichten wir nach rd. 4 Stunden wieder den Ausgangspunkt in Strobl.

Mittwoch: Rundwanderung um den Fuschlsee in rd. 3 h reiner Gehzeit. Pause am kleinen FKK-Strand, da wir unsere Badesachen im Auto vergessen hatten. Wunderbar angelegter Weg, technisch leicht, gute Grundkondition sollte vorhanden sein. Großteils auf schmalen, schattigen und schönen Waldwegen fast immer nahe am Seeufer. Nur am Ufer gegenüber von Fuschl verläuft der Weg etwas abseits davon durch ein Naturschutzgebiet mit einem Fluss mit duzenden Fischen darin.

Zufallsfund Fuschelsee 2017

„Zufalls“fund auf dem Rundwanderweg um den Fuschlsee im August 2017

Ich war ja Ende Mai erst selbst in Medugorje (Bosnien/Herzegowina). So klein ist die Welt…

Fortsetzung folgt…

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Puszta, Pferdefurz und Paprika 2

 

Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt…

Am Ankunftstag (Sa) nach einer etwas mühsamen Anreise mit dem Zug bekamen wir ein Zimmer im Hotel Sarlospuszta. Ein ganz sehr sympathischer, hilfsbereiter Direktor empfing uns dort. Hier erlebten wir noch wahre Gastfreundschaft. Den heißen Tag ließen wir am Pool ausklingen.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück lernten wir János kennen, unsere Ansprechperson und Hauptverantwortlichen dieses besonderen Abenteuers. Er erklärte uns den Ablauf und andere wichtige Dinge. Danach durften wir in unseren frisch geputzten Wagen einchecken. Später kam sein Kollege, der uns die nächsten Tage als Navigator dienen sollte, und zeigte uns das Einspannen und schon ging es los zum 1. Hof. Wir waren überraschend der einzige Wagen in dieser Woche. Lejos (Schreibweise leider unbekannt) half uns auch, wenn Jenga schneller wollte als ihr oder uns gut tat. Ein großer Wagen samt Inventar, drei Menschen an Bord und ein Pferd im Galopp auf holprigen Sandpfaden sind keine gute Mischung. Die allermeiste Zeit durften wir alleine Kutscher spielen. Zweimal fuhr er auch mit János zeitweise im Auto voraus und ließ uns ganz alleine fahren.

Unsere Verpflegung holten wir uns meist in Lokalen, es gab kaum Möglichkeiten für einen Einkauf. Das beste Essen hatten wir am letzten Abend. Der Gastgeber war auch gleichzeitig unser Veranstalter. Ein ganz einfacher Bauernhof mitten im Nirgendwo. Kühe, mehrere verschiedene Hunde, Katzen, Schweine und wohl bekannte Fliegen. Auf unseren Wunsch hin vegetarisches Essen mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten. Eine köstliche Gemüsesuppe, gebackener Kürbis, Nudeln mit Kräutern, Kartoffel und als Nachspeise selbstgemachte Waffeln samt ebensolcher Marmelade. Ich liebe einfaches Essen. Ich sag Euch, das war so lecker. Besonders die Suppe.

Mit Schrittgeschwindigkeit durch die Gegend, teilweise auf holprigen Sandpfaden, ohne Strom, campen am Rande der Reiterhöfe umgeben von Pferden, Kühen und anderen Hofbewohnern, allen voran Hunden und Katzen, Staub, Hitze, Gelsen, Unmengen von Fliegen und Bremsen. Unser Moskitonetz war wirklich nützlich.

Da es bei Rückkehr mit dem Pferdewagen eine große, laute geschlossene Gesellschaft im Hotel gab, durften wir das hoteleigene Jagdhaus in einem abgetrennten Bereich des 1.600 ha großen Grundstücks benutzen. Wir ganz alleine mitten auf einer Lichtung in eine großen Haus. Umgeben nur von Wald und Wiesen. Sogar mit persönlichem Bring- und Abholservices des Direktors persönlich. Das war der richtige Abschluss für eine phantastische Reise.

Diese Reise hat mich ganz ohne spirituelle Komponente zu mir selbst zurück gebracht und total vom Altagsstress befreit. Das gemeinsame Kümmern um Jenga, der dadurch strukturierte Tag, wenig Ablenkung, viele Tiere, die Natur, viel Lesen, Schwimmen in den Pools der Reiterhöfe, ein eher schweigsamer Begleiter, viele Pausen auf den Strecken, frühes Schlafengehen etc. Der Tag war schnell um, einfach nur durchs Tun und Sein. Kein Fernsehen, keine Zeitung, kein Handy (habe ich im Urlaub aber eh meist nur selten in Benutzung). Detoxing für die Seele pur…

Der 2. Teil unseres Urlaubs im Salzkammergut folgt bald…

Vielen Dank fürs Lesen!

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Puszta, Pferdefurz und Paprika 1

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Eine Reise mit dem Zigeunerwagen durch die ungarische Puszta war ein richtiges Abenteuer, das unvergesslich bleiben wird. In vielerlei Hinsicht. Einlassen, Loslassen, Entschleunigung pur.

Die Wahrheit über Pferde – aus meiner Sicht

Pferde können vielleicht nicht kotzen, aber dafür umso besser furzen, viel und oft. Stinkt zwar nicht nach faulen Eiern, aber viel besser auch nicht.

Pferde lieben es bei der Hitze, wenn sie mit Schwamm und Wasser abgewaschen werden. Manchmal wird es auch eine Dusche, wenn der Rest im Kübel dafür reicht.

Pferde sind wahre Charakterdarsteller, besonders beim Fressen. Jenga genoss jeden Bissen, kaute ihn ordentlich durch, hob den Kopf und spuckte dabei die gefühlte Hälfte des Hafers auf mich. Dann wieder den Kopf in den Kübel stecken, kräftig ansaugen und das gleiche Spiel ging von vorne los. IMG_5298 Ich habe noch nie ein Pferd gesehen, das so langsam gefressen hat. Überhaupt noch kein Tier, glaube ich.

Pferde können dauernd fressen. Jenga nutze jede sich bietende Gelegenheit, um frisches Grünfutter zu ergattern. Ich gab ihr den Spitznamen „Friesling“, der sie aber kaum zu beeindrucken schien und sie auch kein bisschen einbremsen konnte, so nebenbei bemerkt. Wir verwöhnten sie natürlich fleißig mit frisch gepflückten Löwenzahn für eine anständige Verdauung.

Pferde sind sehr schlaue, sensible Tiere. Sie wissen genau, wer sich um sie kümmert und wer ihr Vertrauen verdient. Wir drei waren ein tollen Team. Danke Jenga!!! Sie ist mir in den paar Tagen so richtig ans Herz gewachsen.

Pferde sind einfach wunderbare Gefährten. Sie halten einem ständig den Spiegel vor und verlangen dafür nur ein wenig Liebe und Fürsorge…

So, das war es erst mal für heute. Der 2. Teil folgt bald…

Vielen Dank fürs Lesen!

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: neue Wege

Nur mehr ein paar Tage, dann geht es endlich los: Ungarn, wir kommen!

Damit wir auch fit bleiben für all die Abenteuer, die da auf uns warten mögen, nützten wir das Wochenende, um nochmals sportlich aktiv zu sein.

Am Samstag starteten wir unspektakulär von der Bushaltestelle „Hohe-Wand-Wiese“ -Bus 450 Richtung Mauerbach von Steig 1 – und wanderten in ca. 1 Stunde zur Sophienalpe -teilw. sehr steile Wegstücke-.

So weit, so gut, aber dann hatte ich die Idee, spontan eine neue Strecke auszuprobieren. Wir verließen also wohlbekannte Wege und gingen Richtung „Steinhofgründe“. Dieses Erholungsgebiet gehörte früher zum heutigen Otto-Wagner-Spital. Eine Verbauung in den 1970er-Jahren konnte dank der Bevölkerung verhindert werden. Auch andere Pläne der neueren Zeit wurden bisher nicht umgesetzt, weshalb das 42 ha große Naturgebiet immer noch ungestört zum Verweilen, spazieren und erholen einlädt. Ein echter Geheimtipp, wenn man sich in der Gegend aufhalten sollte. Am besten erreichbar von der U4-Endstation/Bahnhof Hütteldorf und dann mit den Bussen 46A oder 46B zur Station „Feuerwache Steinhof“ oder zu Fuß (25-30 min).

Wir wanderten also steil und gröllig bergab durch den Wald zur Rieglerhütte, dann weiter wieder recht steil durch den Wald bergauf und weiter über Forststraßen zum Schottenhof (Pferdehof) und dann nach der Kreuzung einer Straße nochmals länger bergauf und bergab im Wechsel mit flacheren Abschnitten durch einen weiteren Waldabschnitt zur Kreuzeichenwiese. Von dieser geht es dann großteils bergab bis zu den Steinhofgründen. Diese durchquerten wir längs und erreichten nach einer weiteren gefühlten halben Stunde wiederum den Bahnhof Hütteldorf.

Wir waren auf diesen unvorhergesehen langen Rückweg von über 2 h nicht vorbereitet und hatten daher zu wenig Wasser mit. Glücklicherweise fanden wir dann nahe der Steinhofgründe einen Wasserbrunnen, an dem wir uns laben konnten. Vor meiner Lebenspartnerschaft mit meinem Schatz wäre das nicht gegangen. Schon gar nicht unvorbereitet einfach einen unbekannten Weg zu nehmen. Deswegen bin ich besonders stolz darauf, dass meine Kondition mittlerweile so gut geworden ist.

Leider ist die Gegend bei Mountainbikern sehr beliebt, weswegen man teilweise sehr aufpassen muss.

An diesem Tag schaffte ich über 23.000 Schritte. 🙂

Am Sonntag machten wir eine Radtour von Wien über die Donauinsel bis Seebarn, wo sich das Kricket-Spielfeld einer Wiener Mannschaft befindet. Ein ehem. Patient von meinem Schatz hatte uns eingeladen, einmal vorbei zu schauen. Später fuhren über Korneuburg (Pause mit großem Eisbecher 🙂 ) und der Donauinsel mit spontanem Badestopp zurück nach Wien. Nach rd. 5 Stunden erreichten wir mit müden Beinen meine Wohnung. Den Abend ließen wir mit einem kurzen Spaziergang und mit einem Drink in einem nahe gelegenen Lokal ausklingen.

Ich wünsche Euch allen einen tollen Start in die Woche und sende

alle Liebe

Eure Caroline