Zitat

LIEBE ZUM LEBEN: zum „Tag der Nettigkeit“

Zum „Tag der Nettigkeit“ ein Zitat, das ich im neuen Roman „Die Mondschwester“ von Lucinda Riley  (Goldmann-Verlag, Nov 2018) gefunden habe, den ich gestern zu lesen begonnen habe:

„Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt zu sehen wünschst.“

Mahatma Gandhi

Ich bin über die Wahrheit dieser Weisheit immer wieder überrascht. Das einfachste Prinzip ist oft das wirkungsvollste. Es funktioniert, ich habe es selbst erlebt.

Alles Liebe

Eure Caroline

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LIEBE ZUM MENSCHEN: Auf den Spuren der Vergänglichkeit

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Aufstieg zur Sophienalpe

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Auf dem Weg zur Sophienalpe

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Gideon Ernst von Loudon Grab

Passend zu Allerheiligen unternahmen wir eine Wanderung auf den Spuren der Vergänglichkeit. Wir fuhren von Hütteldorf mit dem Bus 450 zum Kasgraben und folgten den Hinweisen zum „Wald der Ewigkeit“, wo sich naturverbundene Menschen in Urnen unter Bäumen in einem natürlich gewachsenen Wald beerdigen lassen können. Außerdem soll er auch als Kraftplatz dienen. Ein paar Bänke laden zur Innenschau und zur Besinnung ein. Die Bäume sind mit kleinen Plaketten mit Nummern und teilweise mit Banderolen gekennzeichnet, auf denen z. B. „Baum der Liebe“ oder „Baum des Friedens“ stehen. Ein sehr friedlicher Ort, wie wir beide fanden.

Nach ein paar Minuten in stiller Eintracht auf einer der Holzbänke setzen wir unseren Weg Richtung Sophienalpe fort. Wir gehen einfach die Forststraße weiter und nicht den offiziellen Stadtwanderweg 8, auf den wir dann kurz vor dem Schutzhaus treffen.

Der Herbst zeigt fröhlich sein prächtiges Farbenkleid. Obwohl die Bäume sich auf die lange Winterpause vorbereiten, zeigen sie in dieser Jahreszeit, dass im Tod doch auch immer ein Neuanfang steckt, wenn wir ihn erkennen wollen. Hier sind es die Knospen, die bereits angelegt sind, um im Frühling so früh wie möglich austreiben zu können. Tod steht für mich auch für die Trennung oder das Ende einer Beziehung oder eines Projekts etc.

Wegen des doch unangenehm kalten und heftigen Windes machen wir keine Pause und steigen gleich zur Rieglerhütte ab. Diese erreichen wir nach rund einer halben Stunde. Dort folgen wir der Straße halb rechts und kommen an einem großen Pferdegestüt vorbei.

Wir folgen dann weiter den Wegweisern zu einer großen Hundeauslaufzone. Wir folgen dem schmalen ausgetretenen Pfad nach rechts über die Wiese. Dann sind wir kurz unsicher, wie der Weg denn weitergeht, da die Wegweiser uneindeutig oder umgefallen sind. Wir finden den richtigen Einschlupf in den Wald. Der Weg ist mal leicht ansteigend, dann geht es wieder sanft hinunter oder auch mal flach dahin.

Wir erreichen die sogenannten „Türkensteine“, die Gideon Ernst von Loudon, ein österreichischer Feldherr, Sultan Mahmud I. (1730-1754) nach der Eroberung Belgrads (8. Oktober 1789) abnahm und zur Ausgestaltung seiner zukünftigen Grabstätte mitbrachte.

Kurze Zeit später stehen wir auch schon vor dem Grab des Feldherren Loudon. Wir verweilen kurz und folgen dem Pfad noch ein kleines Stück bis zurück zum Startpunkt. Wir haben Glück, der Bus kommt kurz darauf (fährt an Feiertagen nur alle 30 min).

Allerseelen am nächsten Tag, den wir uns frei genommen haben,  schenkt uns herrlichen Sonnenschein, der uns zu einer spontanen Runde an der Alten Donau verführt. Nur wenige Menschen sind unterwegs, was im Sommer kaum je der Fall ist. Wir genießen die Zeit zu Zweit und die Sonne auf den hölzernen Plattformen, die in das ruhige Gewässer hineinragen.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Zeit der stillen Einkehr. Herbst und Winter passen gut zu Rückzug und Innenschau.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Fast schon Heimat

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Detail Wolfsschlucht 27.10.18

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Burg Kreuzen: Burgtor

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Feuersalamander auf dem Rückweg nach Grein/Donau am 28.10.18

Nach unserem nunmehr schon 4. Besuch in Bad Kreuzen fühlte sich unsere Wanderung hinauf zur Burg  für mich schon an wie nach Hause kommen. So vertraut war schon der Weg von Grein an der Donau zur Burg Kreuzen. Den größten Teil davon hatten wir bis jetzt immer für uns alleine, denn kaum einer kommt auf die Idee, von Grein aus zu Fuß zu gehen. Erst ab der Speckalm kamen uns am Freitag viele entgegen, war doch der österreichische Nationalfeiertag, und alle wollten sich mit paar Köstlichkeiten stärken. Auch wir machten dort Pause. Die Parkplätze bei der Burg waren auch diesmal voll.

Dabei führt die Strecke teilweise durch herrlich dichten Wald mit kleinen Bächlein und über saftige Wiesen. Der weite Ausblick bis zu den Bergen bei sonnigem Wetter entschädigt für die doch anstrengende Wanderung über die vielen Hügeln der Landschaft.

Das Wetter am Freitag war noch dazu ideales Wanderwetter. Wenig Wind und wunderbar sonnig mit kaum einer Wolke am Himmel. Doch selbst am sehr trüben Samstag und Sonntag hatten wir Glück, dass der Regen auf sich warten ließ und erst einsetzte, als wir schon fast wieder im Trockenen waren.

Den sogenannten „Frauenstein“ möchte ich beim nächsten Aufenthalt auch unbedingt mal besuchen.  Leider war das Wetter für so eine lange Wanderung am Samstag nicht stabil genug. Ein Stein mit zwei Vertiefungen befindet sich dort. Die eine ist immer, egal, wie heiß oder trocken es auch ist, mit Wasser gefüllt. Schöpft man dieses aus, so regnet es binnen drei Tagen. So heißt es jedenfalls in der Legende.

Es ist so erholsam dort in der Klamm und überhaupt im Wald. Die Luft riecht frisch und unverbraucht. Im Wald nach Erde, Moos und herbstlichem Laub. Das Wasser plätschert und rauscht. Bei trüber Witterung ist kaum ein Mensch unterwegs, wir hatten die Klamm ganz für uns alleine. Die alten, riesigen Felsen, über und über mit Moos bewachsen, senden erdige Energie aus. Eine wunderbare Kraftquelle für Körper, Geist und Seele.

Bei der Wanderung am Sonntag zurück nach Grein an der Donau entdeckten wir wieder zwei wunderschöne Feuersalamander. Einer ließ sich sogar von mir fotografieren. Am Samstag war es ihnen noch zu trocken und sie wollten sich nicht zeigen.

So kurz der Urlaub auch gewesen ist, wir konnten uns trotzdem sehr gut erholen.

Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Woche.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM MENSCHEN: Zeitreise in Asparn an der Zaya – 40.000 Jahre Mensch

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Schloss Asparn an der Zaya

Vor ein paar Wochen mit meinem Schatz die tolle, informative und interaktive Pyramidenausstellung (noch bis 25.11.) im MAMUZ Mistelbach. Diesmal landeten meine beste Freundin, ihr Mann, ihre Kinder und ich in der Altsteinzeit im MAMUZ Aspang an der Zaya. Von dort unternahmen wir einen Spaziergang im großzügigen Außenbereich durch Jahrtausende der menschlichen Geschichte von der Altsteinzeit bis zur Eisenzeit. Detailgetreu stehen dort die typischen Bauten bzw. Behausungen der damaligen Menschen. Auch ein Mammut und ein nachgebauter Tempel kann man besichtigen und auch betreten. Auch ein kleines Labor besuchten wir, wo wir mit Hilfe einer Maschine herausfinden konnten, welcher Wissenschaftlertyp wir sind.

Leider hatten wir dann für die Innenräume kaum mehr Zeit. Dort kann man sich noch sehr umfassend über die einzelnen Zeitperioden under deren teilweise umfangreichen Fundgegenstände und Skelette auseinandersetzen. Auch für Kinder gibt es ein paar interaktive Stationen.

Das Ticket gilt bis 25.11.2018 für beide Standorte des MAMUZ. Diverse Ermäßigungen durch verschiedene Mitgliedschaften sind möglich.

Besonders lohnt sich ein Besuch, wenn man ein Auto hat oder zumindest mit dem Rad anreisen kann, da eine gute öffentliche Anbindung, besonders in Aspang an der Zaya, leider nicht gegeben ist.

Nächstes Jahr wartet hier in Aspang an der Zaya eine Sonderausstellung zum Thema Mythen und Märchen, was genau meines ist. Vielleicht ergibt sich wieder die Möglichkeit eines Ausflugs dorthin.

Alles Liebe und noch eine schöne Woche

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: Tatsächlich…Maroni

Wir genießen den goldenen Herbst und nutzen das herrliche, wenn auch windige Wetter erneut für eine Wanderung. Diesmal in der „Buckligen Welt“. Bad Sauerbrunn bis (Burg) Forchtenstein. Bis Mattersburg wäre es doch zu weit gewesen.

Die Route führt vom Bahnhof Sauerbrunn nur wenige hundert Meter zuerst links am Gesundheitszentrum vorbei, dann rechts in den Wald hinein. Egal, welcher „Fährte“ wir auch folgen wollen, alle sind bis zur Rosalia mit 3,5 Stunden angeschrieben. Wir schaffen die gelbe sogar 20 min schneller trotz kurzer Pausen. Der Weg für erst steiler und in Kehren im Wald auf den Hügel hinauf, von wo dann der weitere Verlauf großteils eben verläuft. Im Sommer ist die Strecke sicher angenehm kühl, die dicht stehenden Bäume wirken als natürlicher Windschutz. Uns begegnen nur wenige Wanderer, hin und wieder ein Mountainbiker, leider nicht immer so achtsam, sodass wir uns in Sicherheit bringen müssen. Mal ist der Weg breit, mal schmal, mal so eng, dass wir uns fast schon durchkämpfen müssen, weil uns die Himbeer- und Brombeerranken nicht mehr loslassen wollen.

Irgendwo mitten im Wald entdecken wir einen Esskastanienbaum (bei uns in Wien auch Maroni genannt). In der Natur ist es das erste Mal für uns beide, einen solchen zu entdecken. Die Früchte sind winzig, wie für eine Puppenstube gemacht. Ich stecke sie als Erinnerung ein. Die Stacheln der Hülle schauen aus wie kleine Igel und piksen scheußlich.

Wir sprechen über dies und das, auch über Intuition.

Dann sagt mein Schatz plötzlich:

„Du bist etwas Gewaltiges in meinem Leben!“

Er meint, ich hätte großen Einfluss auf seine Entwicklung gehabt. Er bewundert, dass ich mir immer Zeitnischen für mich herausnehme, auf mich achte, ob das jetzt Lesen ist oder ein Besuch im Teesalon oder der Meditationsabend mit meinen spirituellen Freundinnen.

Ich freue mich sehr über seine liebevollen und wertschätzenden Worte. Nicht immer war er meiner Meinung, besonders, was das Spirituelle betrifft, aber er merkt, dass es mir gut tut.

Insgesamt ist die Route gut beschildert. Nur auf der weiteren Strecke Richtung (Burg) Forchtenstein waren wir kurz verwirrt, da die Markierungen zweideutig waren.

Nach 3 Stunden und 10 Minuten erreichen die berühmte Rosaliakapelle, die leider geschlossen hatte mit einem tollen Ausblick über die Stadt und die Landschaft. Der Schneeberg und die Hohe Wand liegen im Nebel. Aufgrund des doch kräftigen Windes machen wir nur ganz kurz Pause und wandern dann weiter Richtung (Burg) Forchtenstein. Kurz vorher haben wir weitere Esskastanienbäume entdeckt. Diese tragen bereits größere Früchte. Ein paar Sammler verraten uns, dass man an manchen Stellen auch richtig große Früchte finden kann. Dort, wo sie sammeln, ist wohl einer der Geheimplätze.

Nach weiteren 55 Minuten erreichen wir den Ort bzw. die beeindruckende Burganlage, die in der Bushaltestelle als Schloss bezeichnet ist. Für mich ist die Bezeichnung Burg passender. Wir hören die Musik schon kurz vorher. Als wir um die Ecke kommen, ist ein großes Fest vor der Burg im Gange.

Mir kommt vor, das ganze Dorf ist auf den Beinen. Mehrere Maroniöfen stehen herum und brutzeln das köstliche Geschenk der Natur. Fleißige Damen des örtlichen Verschönerungsvereins verkaufen eine Tüte nach der anderen. Hinter ihnen liegt bereits der Nachschub für die Öfen im kalten Wasser, damit sie auch schön saftig werden. Wir checken den Busfahrplan und haben Glück. Der letzte Bus kommt in einer halben Stunde, so haben wir noch Zeit, um uns auch eine Maroniportion zu holen, die für drei Euro sehr großzügig ausfällt. In Wien sind sie weitaus teurer. Ein paar schlechte sind zwar auch hier dabei, aber dennoch werden wir beide satt. Die Blaskapelle spielt ein flottes Lied nach dem anderen. Die Menschen genießen das fröhliche Beisammensein bei Sturm und Kracherl („österreichisch“ für eine kohlensäurehältige Limonade). „Kastanienfest am 14.10.2018“ stand auf einem Schild. Na, das war eine tolle Belohnung für eine lange Wanderung! Ich liebe Maroni!

Wir sitzen in der kleinen Bushütte und warten. Ein Mann kommt samt Begleitung vorbei und sagt uns, dass der Bus Verspätung hat. Auf die Nachfrage woher er das wisse, deutet er schmunzelnd auf das Fest. Wir nicken verstehend. Tatsächlich, nach weiteren fünf Minuten taucht der Bus auf und bringt uns nach Mattersburg zum Bahnhof.

Die kalten und vor allem dunklen Jahreszeiten überstehe ich am besten mit Maroni und heißer Schokolade oder auch viel Tee.

Die Wanderung war lang und teilweise auch anstrengend, aber wir hätten bei dem herrlichen Herbstwetter nichts Besseres machen können.

Fakten: Bad Sauerbrunn Bhf. – Rosaliakapelle – Burg Forchtenstein (Bushaltestelle)

Unsere Gehzeit (inkl. zwei kurzer und einer längeren Pausen): 4 Stunden, bis zur Rosaliakapelle angegebene Zeit: 3,5 Stunden, wir schafften die Strecke trotz Pausen in 3 Stunden und 10 Minuten. Weiter bis Forchtenstein: rd. 55 Minuten

Öffis: Sonntag: Bad Sauerbrunn mit Umstieg in Wr. Neustadt 50 Minuten Fahrt, Rückfahrt von Forchtenstein mit Bus (zwei Möglichkeiten), unser Bus war der letzte nach Mattersburg an dem Tag (2018: 16.25 Uhr). Dann weiter mit Zug (2018: stündlich immer zur Minute 2) zurück nach Wr. Neustadt, mit Railjet (RJ) oder Regionalzug (R) zurück nach Wien

Weg: wenige steilere Passagen (besonders am Anfang und kurz vor der Rosaliakapelle und danach Richtung Forchtenstein), ansonsten meist eben, Waldboden mit Wurzeln, Ranken etc., lange Strecke, daher Ausdauer notwendig. Bis auf Bänke kurz vor und bei der Rosaliakapelle keine guten Rastmöglichkeiten. Wir saßen auf einem Baumstumpf fürs Mahl. Für echte Anfänger aufgrund der Länge nicht geeignet.

Kaum Ausblicke außer bei der Kapelle, da die Stecke fast nur durch oft dichten Wald verläuft. Manchmal etwas abenteuerlich, wo die Route so schmal ist, und ich mir nicht ganz sicher war, ob wir tatsächlich auf dem richtigen Weg wanderten. Markierungen fehlten hier.

Fazit: Ich bin mit meiner Ausdauer sehr zufrieden! 🙂 Das Kastanienfest war eine tolle Belohnung für die lange Tour, auch wenn sie technisch nicht schwierig war. Dafür viel Wald und ein intensives Naturerlebnis, was mir weitaus wichtiger ist. Die letzte Woche war sehr schrittintensiv, zusätzlich zu den gewohnten 2 Trainingseinheiten im Studio, daher waren die 4 Stunden mehr als genug für diesen Tag.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR/KULTUR: Ein Rundweg über Stopfenreuth und eine alte Kirche am Wegesrand

 

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Röm-Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt Bad Deutsch Altenburg

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Auf dem Weg nach Stopfenreuth

Ich wünschte mir schon lange einmal, dass wir den Nationalpark Donauauen besuchen. Leider ist das ohne Auto recht umständlich. Mein Schatz fand dennoch eine Möglichkeit, der wir am Samstag gleich nachgegangen sind – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir fuhren mit dem Zug, der angenehmerweise von Wien aus stündlich fährt (immer zur Minute 15, Fahrplan 2018), nach Bad Deutsch Altenburg, einem beliebten Kurort. Trotz schlechter Beschilderung fanden wir dennoch unseren Weg auf die markante Donaubrücke. Die rechte Seite ist die richtige, ansonsten kommt man nicht hinunter zu den Donauauen hinunter. Nach ein paar windigen Minuten auf der Brücke nahmen wir die markierte Stiege abwärts zur Donauufer.

Hier führt dann ein breiter, recht unebener Weg rechts entlang des Ufers immer am Wasser entlang, an einem kleinen Bootshafen vorbei bis zu einer hölzernen Terrasse mit Infos zum Nationalpark und der Donau. Da der Wind unangenehm böig war, hielten wir uns dort nur kurz auf und folgtem dem Weg weiter bis zur ersten Abzweigung. Dort ging es dann in den Auwald hinein. Die Altarme waren sehr ausgetrocknet. Nur auf der rechten Seite konnten wir noch größere Wasserlacken entdecken. Nach nur wenigen hundert Metern fanden wir uns bereits wieder auf einer weiten freien Wiese wieder. Über diese führte der Weg uns weiter über einen Damm, auf dem sich normalerweise der Radweg befindet, allerdings ist dieser wegen Bauarbeiten am Damm bis 2020 komplett gesperrt. Eine Umleitung ist aber eingerichtet.

Wegen uneindeutiger Beschilderung beschlossen wir, dem halb rechten Abzweig zu nehmen und erreichten nach wenigen Minuten nach Stopfenreuth. Dort bogen wir rechts in den Ort ein. Aufgrund der Sperre ist das Nationalparkhaus samt Lokal leider bis zur Aufhebung dieser geschlossen. Auch das andere Restaurant hatte zu. 😦

Wir wanderten dann weiter stadtauswärts, überquerten den gesperrten Radweg und folgten der breiten (Forst-)straße durch den Auwald in Richtung Ausgangspunkt zurück. Dazwischen machten wir Pause an einer romantischen Stelle neben einem „Bootsrutsche“ an einem See, der normalerweise über einen Altarm weiterführt wird. Letzterer war aber ebenfalls ausgetrocknet. Bei genügend Wasser kann man dort sicher schöne Kajaktouren durch das Augebiet machen.

Nach kurzem Halt an der hölzernen Terrasse vom Beginn, begaben wir uns zurück zur Brücke und über diese in Richtung Bahnhof Bad Deutsch Altenburg.

Auf dem Rückweg schauten wir uns eine schöne Kirche näher an, an der wir bereits auf dem Hinweg vorbeigekommen waren (s. Foto oben). Sie ist von einem Park und einem Friedhof umgeben. Durch einen Eingang im Turm kann man sich den Innenraum der Kirche näher ansehen, der durch ein Gitter von einem kleinen Vorraum abgetrennt ist, wo man auch ein Kerzerl anzünden kann, wie ich es gemacht habe. Regelmäßig finden in der Mariä Himmelfahrt-Kirche Messen statt. Nach einer entspannenden Pause im Park gingen wir zum Bahnhof zurück. Die Züge fahren hier immer zur Minute 11 (Fahrplan 2018) zurück nach Wien.

Es waren wenig Leute unterwegs, wir genossen die friedliche Stille der Natur, die sich schon langsam zur Ruhe begibt.

Fakten:

Unsere Gehzeit (inkl. aller Pausen): rd. 2,5 Stunden für knapp 11.00 km

Wegbeschaffenheit: an der Donau und im Auwald ist er uneben, aber fast                          immer flach; Stiegen die Brücke hinunter und hinauf, Rampen der Brücke etwas steiler

Für Anfänger gut geeignet, am besten bei schönem Wetter mit nur wenig Wind

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: die 1. Herbstwanderung

Den wunderbar sonnigen, wen auch windigen, Sonntag nutzten wir für eine herbstliche Wanderung entlang des 1. Wienerhochwasserleitungsweges zwischen Gumpoldskirchen und Mödling. Der Pfad wird leider auch von Radfahrern genutzt, obwohl es weiter unten auch einen eigenen Radweg dafür gibt, dafür ist er die meiste Zeit eben.

Die herbstlich angehauchten Weinberge liegen friedlich zu unseren Füßen, ein paar Krähen laben sich an den süßen Trauben, die auf die Spätlese hoffen. Der Himmel ist bis auf ein paar harmlose Schleierwolken wolkenlos und gestattet uns eine weiten Blick über die Landschaft und später auch über Mödling. Wir rasten nur zwei Mal kurz, um zu trinken und die Natur zu genießen. An einer Stelle beobachte ich einen Greifvogel, der von einer, dann sogar zwei Krähen verfolgt wird. Die Verfolger schrauben sich in die Luft, um über ihr Opfer zu gelangen und dann im Sturzflug anzugreifen. Der Greifvogel gibt nach ein Angriffen auf und verschwindet hinter hohen Gräsern. Ich hoffe, er überlebt.

Es ist viel los. Häufig kommen uns Zweier- oder Vierergruppen mit oder ohne Hund entgegen, selten auch einzelne Personen. Ein Läufer mit einem Australian Shepherd (brav mit Beißkorb) jagt an uns vorbei. Den Hund freut es sichtbar.

Gegen Ende des Weges geht es entlang einer schon etwas maroden Backsteinmauer den Berg hinauf, schon haben wir das offizielle Ende erreicht, doch der Bahnhof von Mödling ist noch weit. Wir durchqueren die halbe Stadt, wie mir scheint, bis wir endlich das gesuchte Gebäude sehen können.

Dafür besuchen wir noch schnell den Bäcker im Bahnhof, um uns zu stärken. Mir fallen die besonders freundlichen Mitarbeiter auf. Wir werden sogar gefragt, ob wir ein Glas Leitungswasser haben möchten. Sehr aufmerksam! Dankeschön.

Ich bekomme Lust auf einen „Sturm“ (ein alkoholisches Getränk aus vergorenem Traubensaft, das aber noch kein Wein ist). Wein schmeckt mir nur, wenn er schön süß ist, dafür genieße ich davon selten mehr als ein Glas. Das reicht mir dann schon für den Genuss.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Herbst!

Eure Caroline