LIEBE ZUR VIELFALT: Märchen, Männer und Metal

Die letzten Tage sind so schnell vergangen mit allerlei neuen Dingen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, alles aufzuschreiben.

Letzten Donnerstag war ich mit meinem Partner auf dem für mich 1. (Death-Metal)-Konzert meines Lebens, noch dazu Stehplatz. Eine interessante Erfahrung, da ich mich bisher von Menschenmengen und fremden Körperkontakt möglichst ferngehalten habe. In dem Fall fühlte ich mich mit ihm sicher. Ein tolles Gefühl. Wir standen in der 3. Reihe. Von hinten drängten die Leute nach vorne. Nach anfänglicher Irritation, konnte ich das Konzert über weite Strecken einfach genießen, mich der Musik und der Menge hingeben und genießen. Eine coole Show mit riesigen Wikingerstatuen, einer Seeschlange und echten Kämpfern in voller Montur samt einem Podest mit animierten Augen samt übergroßem Helm, gab es auch. Wir hatten viel Spaß. 😀

Freitag bis Sonntag hatte ich wieder ein Erzählseminar bei Margarete. Diesmal ging es um die Geschichte hinter dem Erzählen. Wie und wo in welchen Kulturen erzählt wurde und wird und wie das heute ist. Wieder eine ganz tolle Gruppe voller lieber, kreativer Menschen. Ich hatte bei der Vorstellungsrunde am Freitag einen „Auftritt“ mit lustigen „Tanzschritten“, die ich vor einigen Jahren im Fernsehen gesehen hatte und immer noch beherrsche und auch schon überraschend erfolgreich in einem Seminar eingebaut hatte. Alle haben mitgemacht und am Samstag hat eine Teilnehmerin sogar aktiv danach gebeten. Das hat mich gefreut und mir großen Spaß gemacht, eine Gruppe für ein paar Minuten anzuleiten und zum Mitmachen zu begeistern. 🙂

Am Samstag Abend hab ich mit meinem Partner und zwei seiner Freunde Fußball (Belgien gegen Russland) geschaut.

Am Sonntag besuchten wir den „Reisesalon“ in Schönbrunn, wo wir eine tolle Schnupper-Thaimassage genossen. Meine Verspannungen vom vielen Headbanging am Donnerstag waren danach weg.

und gestern waren wir gemeinsam bei einem Empfang der belgischen Botschaft. Gutes Flying-Food, Bier nach belgischer Brauart und nette Begegnungen und Gespräche mit sympathischen Menschen, viele gar nicht aus Belgien.

Alles Liebe und eine schöne Woche

Eure Caroline

LIEBE ZUM MENSCHEN/ZUR BERÜHRUNG: „Für-immer-Freundin“

Meine allerbeste Freundin (samt ihrer Familie) kenne ich seit meiner Volksschulzeit, mittlerweile also schon fast 3 Jahrzehnte. Dennoch hatten wir bisher mehr eine Männerfreundschaft geführt. Sie basierte viele Jahre vor allem auf gemeinsamen Aktivitäten, weniger auf Reden. Als sie heiratete und Kinder bekam, änderte sich das immer mehr und wir redeten viel mehr als früher miteinander, auch über persönlichere Themen. Doch ich verschwieg vieles aus Angst vor Ablehnung, obwohl ich intuitiv natürlich wusste, dass bei ihr diese Angst völlig unbegründet war und ist. Mein inneres Kind hatte das aber nicht überzeugt. Ich merkte in den letzten Monaten, dass mich das immer mehr belastetet und auch unserer Freundschaft zu schaden begann. Meine halbherzigen Versuche, es ihr persönlich zu erzählen, scheiterten immer im letzten Moment. Immer fand ich Ausreden, warum gerade nicht der beste Zeitpunkt dafür war. Also nahm ich vor einigen Tagen meinen ganzen Mut zusammen, sprang über meinen Schatten und schrieb ihr alles offen und ehrlich. Ihre loyale Freundschaft ist für mich unbezahlbar, als dass ich sie so einfach wegen irrationaler Ängste aufgeben würde.

Heute kam ihre Antwort, die mich so tief berührt hat, dass ich sofort in Tränen ausgebrochen bin vor Erleichterung, Glück und dem tiefen Wissen und der Bestätigung, dass ich schon so früh in meinem Leben eine der besten Entscheidungen meines Lebens getroffen habe, als ich mich auf die Freundschaft mit ihr eingelassen habe.

Unterschrieben hat sie ihre Mail mit „Deine „Für-immer-Freundin““. ❤ Das ist die perfekte Zusammenfassung ihrer Worte.

Unsere Freundschaft hat dadurch eine neue Ebene erreicht. Darüber freue ich mich sehr. Ich merke, dass durch die vielen positiven Reaktionen auf meine radikale Authentizität auch meine Ängste immer weniger werden und ich immer öfter mutig sein kann und selbstbewusster werde.

Ich wünsche jedem von euch, dass ihr auch eine oder mehrere solcher Freund*innen habt, denn es ist unbezahlbar und lohnt sich immer wieder, über seinen Schatten zu springen und Mut aufzubringen, um für das Wichtige in seinem Leben zu kämpfen und authentisch zu sein, egal ob das ein Ziel, eine Vision ist oder eine Person. Die Menschen, die zu einem passen, werden bestehen bleiben, die anderen werden gehen. Letzteres ist zwar schmerzhaft, aber dafür ist dann wieder Platz für neue Menschen im Leben.

Ich bin heute die glücklichste Frau, weil ich die beste Freundin ever habe. ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: Mein Schicksalsjahr 2020 werde ich übrigens auf ganz besondere Weise begrüßen – ich sage nur kalt-kälter-eisig 🙂 Eine wahre Mutprobe, aber so bin ich eben manchmal – eine Grenzgängerin, wild und ver-rückt. 😀

LIEBE ZUR NATUR: Ein Feuersalamander zum Abschied – noch einmal Bad Kreuzen

Ich hatte mir von meinem Herzensfreund gewünscht, dass wir noch den ohnehin bereits gebuchten Urlaub nach Bad Kreuzen noch zusammen machen. Es war eine gute Entscheidung. Wir verabschiedeten uns von unserer langjährigen Partnerschaft und feierten die neu entstehende Herzensfreundschaft.

Wir wollten immer schon mal über die Burg Clam wandern, also machten wir das diesmal. 12 km vom Ort Saxen über die Klamschlucht und die Burg Clam, den Ort Klam und quer über Wiesen und an Bauernhöfen vorbei nach Bad Kreuzen zur Burg, wo unser Quartier ist. Wir wurden beim Abendessen sogar vom Servicechef persönlich begrüßt. Schließlich sind wir schon Stammgäste. Es ist wie Heimkommen. Ein Dampfbad für die beanspruchten Muskeln – herrlich entspannend.

Am Samstag drehten wir unsere kleine Runde über das Stadtzentrum und die Wolfsschlucht, wie jedes Jahr. Ein vertrautes Ritual. Diesmal mit einem spontanen Kneipen meinerseits. 🙂 Später auch wieder ein Dampfbaddurchgang.

Am Sonntag die Wanderung zurück über vertraute Wege mit einem so vertrauten Menschen an meiner Seite. Meine 1. große Liebe – war sie, ist sie, bleibt sie. Das hinterlässt tiefe Spuren in meinem Herzen, die nicht auszuradieren sind. Emotionen und Tränen gehören dazu und dürfen sein. Wir wollen im Hier und Jetzt bleiben. Gute Kommunikation ist hier besonders wichtig. Die ersten Schritte sind gemacht. Wir haben beide ein gutes Gefühl dabei und miteinander, das ist die Hauptsache.

Der Feuersalamander ist ein Symbol für Bad Kreuzen geworden. Die letzten 3 Jahre hat er sich jedes Mal zum Abschied gezeigt. Auch diesmal wieder, obwohl es doch schon recht spät im Jahr ist. Plötzlich sah ich ihn vor mir am Weg kriechen. Ein besonders schönes Exemplar noch dazu. Er steht u. a. für Transformation und Veränderung. Ja, das passt perfekt für meinen derzeitigen Lebensabschnitt des Übergangs und der Wandlung in ein neues Leben.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR SPIRITUALITÄT: Liebe atmen

Andere Partnerschaft, andere Interessen. Mein Freund und ich verbrachten das Wochenende mit ein paar anderen herzensoffenen Paaren und ein paar Singles bei einem Tantraseminar. Ohne Sex, ohne Nacktheit und ohne Massagen. Ja, solche Tantraworkshops gibt es auch noch, worüber ich sehr froh bin. Nicht, weil ich Probleme mit den genannten Dingen hätte (ganz im Gegenteil 🙂 ), sondern, weil das originale Tantra aus Indien eine Lehre zur spirituellen, emotionalen und persönlichen Weiterentwicklung ist, welche die sexuelle Energie dafür nutzt. Nicht bloß eine Methode, um befriedigenderen Sex zu haben; das ist eine angenehme, genussvolle Nebenwirkung, aber nicht der Fokus. Die Paare blieben unter sich. Die Singles übten für sich allein.

Es war mein erstes Tantraseminar und dann gleich noch eines, das von einem Lehrer angeleitet wurde. Obwohl es schon ein recht fortgeschrittenes war, war es doch genau das richtige für mich. Ein toller, humorvoller Lehrer aus den USA, eine sympathische Assistentin aus der Schweiz.

Was wir dort dann gemacht haben? Vor allem geatmet. Bewusst, fokussiert, ganz. Visualisiert, gelacht, geredet, entspannt. Ein paar Übungen, um die erzeugte Energie bei uns zu behalten bzw. zur Erdung. Ein paar Partnerübungen, aber ebenfalls angezogen. Ich gebe es gerne zu, ein paar Küsse waren auch dabei und achtsam sein und Nähe und Intimität schenken, gehalten werden, Präsenz des Mannes, Hingabe der Frau. Das wurde uns aber nicht beigebracht, das entstand durch das Tun und das Miteinander vor Ort.

Liebe machen im wortwörtlichen Sinn. Ein Feld der Liebe erzeugen. Wunderschön, was da entstanden ist. „Schlüssel“ wurden entdeckt, Emotionen geheilt, Veränderung entstand. Am 2. Tag habe ich diese Entwicklungen schon stark gespürt. Das ist so toll! Nach nur ein paar Stunden hatte sich schon so viel getan.

Alles nur durch die richtige Atemtechnik und ein paar weitere Übungen. Jetzt heißt es weitermachen und dranbleiben. Nur dann entsteht das gewünschte spirituelle, emotionale und persönliche Wachstum und noch ein paar andere angenehme physische und psychische Effekte.

Ich atme Energie ein und atme Liebe aus.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUR NATUR/LIEBE: Herbst-Emotionen und radikale Authentizität

20191020_1239127989081267124697959.jpg20191020_1253203527765026308010893.jpg20191020_1253426977984181848576019.jpg20191020_1320497020066615117478002.jpg

Nichts bleibt wie es war und doch ist es jetzt noch besser als vorher. Mein Leben will wohl gerade keine Blog-Pause. Na gut, dann eben nicht. 🙂

Ich bin Querdenkerin durch und durch und lebe und liebe auch so, also unkonventionell und abseits klassischer gesellschaftlicher Normen. Mein Langzeitpartner ist keiner mehr, dafür mein Herzensfreund. Mein 2. Partner mein neuer Fokus. Jetzt hab ich euch überrascht, nicht wahr? Man neigt dazu, mich zu unterschätzen. Ich will endlich authentisch sein mit allen Konsequenzen, den guten und den weniger guten. Ich will die Verantwortung für mein Leben übernehmen. Ja, ich liebe mehr als eine Person.

Ich freue mich über die Leserinnen und Leser, die mir gerade wegen meiner neuen Authentizität weiter folgen oder neu dazu kommen. Den anderen, die damit nicht umgehen können oder wollen, denen sage ich leb wohl und danke für die schöne Zeit!

An meine mir folgenden Freund*innen: ich wünsche mir, ihr könnt mich auch weiterhin so annehmen wie ich bin, egal wie unkonventionell ich lebe und liebe! Ich bin immer noch Caroline, wieder um ein großes Stück näher an meinem wahren Ich bin dran.

Wie auch immer, mein Herzensfreund war mit mir im Helenental wandern, wunderschön die Herbststimmung, zuerst Nebel, später sogar Sonne. Wir hatten Glück. Ich hab mich sau wohl gefühlt. Mit ihm, mit meiner neuen Rolle und mit meiner Entscheidung für MICH und wurde dafür mit Klarheit, entwickelter Sensitivität und stärkerer Intuition belohnt. Alles fließt, besser als je zuvor. Ich muss sogar richtig aufpassen, was ich mir wünsche und was genau, denn es könnte nur all zu schnell in Erfüllung gehen.

Alles Liebe und ganz viel Liebe euch allen für euer Leben, egal, wie ihr es lebt oder ihr liebt! Jede und Jeder ist herzlich willkommen im LIEBESRAUM®!

Eure Caroline vom LIEBESRAUM®

 

LIEBE ZUR MUSIK/ZU GESCHICHTEN: Transformation durch „Berührung“

Obwohl ich gerade Blogpause mache, war mein Wochenende so inspirierend, dass ich euch davon erzählen möchte.

Die letzten drei Tage hatte ich wieder Märchenerzählseminar von Margarete Wenzel, diesmal ging es um spontane Geschichten und das Improvisieren. Wir waren 10 einzigartige Menschen, wieder zwei Männer und acht Frauen.

Am Freitag Abend gingen wir sofort ins Tun über und übten Playback-Theater. Anfangs ging es nur darum, dass einer eine alltägliche Tätigkeit in den Raum „wirft“ und das Gegenüber spielt diese nach, aber nur mit Gesten, Mimik und Lauten, ohne verständliche Worte. Der rechte und linke Nachbar des Gegenübers hilft dabei. Dann ging es weiter mit Zuständen und Emotionen. Am meisten Spaß hat mir die Wut gemacht. 🙂 Eine Kollegin und ich stellten uns gegenüber und brüllten uns an und machten Hakatanz-Posen. Sehr cool. Mit einem feschen Mann stellte ich Verliebtsein dar. Wir lagen uns zum Abschluß der Sequenz in den Armen.

Als Höhepunkt erzählten ein paar Teilnehmerinnen Erlebnisse aus ihrem Leben und die anderen spielten sie mit Verkleidung und improvisierten Requisiten nach. Ich habe mich zum letzten Mal bewusst in meiner Kindheit und Jugend das letzte Mal verkleidet. Ich bin lieber ich selbst, stehe auch normalerweise nicht gerne im Rampenlicht. Bei dem Seminar war das aber ganz anders. Ich hatte solchen Spaß und große Freude daran und spielte bei drei von vier Szenen mit, nur bei der ersten hielt ich mich noch mehr im Hintergrund und spielte mit einfachen Instrumenten Musik bzw. Geräusche dazu zusammen mit einer anderen Teilnehmerin. Ich genoss das Rampenlicht und hatte überhaupt keine Angst. Die Gruppe war einfach phantastisch: wertschätzend, annehmend, sodass ich voll aus mir herausgehen konnte.

Am Samstag bereiteten wir uns mit Übungen die Struktur einer spontanen Geschichte vor, die wir dann am Sonntag zum Besten gaben. Eine spannende Übung war, dass wir in die Rolle unserer noch nicht erzählten, aber in der Struktur vorhandenen, Geschichte hineinschlüpfen sollten und von einer Partnerin befragt werden sollten. Dabei stellte sich heraus, dass meine Geschichte sehr trübsinnig und pessimistisch war. So weit, so interessant.

Zum Abschluss des Tages spielte uns eine der Teilnehmerinnen ein selbst geschriebenes Lied auf der Gitarre vor. Ich saß nur neben ihr und fühlte die Energie, die meinen Körper zum Schütteln brachte, so berührt war ich von ihrer tollen Sopranstimme, der Melodie. Den Inhalt beachtete ich kaum. Jedenfalls machte diese Musik etwas mit mir. Meine Geschichte wollte nicht mehr so traurig sein, und so hatte ich Sonntag Früh plötzlich DIE Idee, wie ich ihr doch noch ein positiveres Ende geben könnte ohne die Spontanität zu sehr zu behindern.

Dann kam der große Auftritt. Da war ich plötzlich dann doch ganz schön nervös. Normalerweise warte ich dann bis zum Schluss, diesmal aber nutzte ich schon deutlich vorher eine Gelegenheit, zu meiner Geschichte überzuleiten. Ich wurde vielfach für meine passende Körpersprache gelobt und das Bild in der Geschichte, wo sich eine alte Frau im Laufe der Geschichte zu einer Eiche verwandelt. Während der Feedbackrunde war dann interessant zu erfahren, dass mein Bild ein richtig philosophisches gewesen ist ohne, dass ich mir darüber besondere Gedanken gemacht hätte.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

Fotoquelle: pexels

 

LIEBE ZUR KLARHEIT/SELBSTFÜRSORGE: Transformation und Blogpause

Ausgelöst durch ein Schwitzhüttenritual am vergangenen Samstag, aber auch schon in den letzten Wochen davor, hat sich mein Leben dafür entschieden, Klarheit in die Bereiche Partnerschaft und Beruf zu bringen und meine Gewohnheiten und Vertrautheiten zu beenden, damit ich in einen neuen Abschnitt eintreten kann. Ich gebe mich dem Leben hin und lasse mich mit dem Fluss des Lebens mitreißen. Bin neugierig, wo er mich wieder an Land spülen wird.

Ich brauche jetzt viel Zeit für mich und ein paar ausgewählte Menschen um mich. Mein inneres Kind ist jetzt ängstlich, traurig und durcheinander, es ist halt ein typisches Gewohnheitstier und braucht für große Veränderungen viel Zeit und Raum. Ich habe mich daher für eine vorübergehende Blogpause entschieden.

Ich wünsche Euch eine tolle Zeit und alles Liebe

Eure Caroline